Auf dem Nieuwlanderweg sind verschiedene Bauunternehmen im Einsatz. Bei den Arbeiten heute Nachmittag wurden an verschiedenen Stellen ein Stromkabel und ein Telefonkabel getroffen. Dies kann eine große Anzahl von Adressen am Nieuwlanderweg betreffen. Die Ingenieure arbeiten daran, die Störung so schnell wie möglich zu beheben.
Sobald das Problem gelöst ist, werden wir wieder über diese Kanäle kommunizieren. Auch der Stadtladen wurde informiert. 

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Natur beim Bau nicht vergessen Poststraße

Wo immer gebaut oder abgerissen wird, ist eine Überprüfung des Naturschutzgesetzes erforderlich. Gibt es in der unmittelbaren Umgebung geschützte Tier- oder Pflanzenarten? Und werden diese in angemessener Weise berücksichtigt? Martin de Jong von der ökologischen Beratungsfirma Noordkop Groen beschäftigt sich täglich mit diesen Fragen. Als Ökologe ist de Jong an der Wiederherstellung des Postwegs beteiligt.

Anschließend beginnen wir mit einem kurzen Blick auf das Naturschutzgesetz. Dabei handelt es sich hauptsächlich um eine Studie hinter dem Schreibtisch, kombiniert mit einem Besuch vor Ort. Anhand der vorhandenen Datenbanken finden wir heraus, ob geschützte Arten in dem Gebiet vorkommen. Wir achten auch auf die Lage in Bezug auf Schutzgebiete.

Schlüssel und eDNA

Die wichtigste Quelle hierfür ist laut De Jong die Nationale Datenbank für Flora und Fauna (NDFF). Hier werden alle validierten Beobachtungen von Freiwilligen gespeichert. Diese Informationen zeigten, dass die Wühlmaus in diesem Gebiet vorkommen könnte. Der nächste Schritt war dann eine physische Spurensuche, bei der wir buchstäblich die Korridore nach Mäusen absuchen und nach Wühlmauskot suchen. Diese Kotproben werden im Labor auf vorhandene DNA untersucht. Schließlich zeigte eines der Ergebnisse, dass an den Kreuzungen des Postwegs mit dem Hollandseweg und dem Oorsprongweg Wühlmäuse leben. Diese Mäuseart liebt Nässe und man findet sie meist an den Hängen von Gräben.

Freistellung

Um eine Bau- oder Abrissgenehmigung zu erhalten, muss der Initiator nachweisen, dass sich in der unmittelbaren Umgebung keine im Naturschutzgesetz aufgeführten Tiere und Pflanzen befinden. Dies gilt im Prinzip für fast alle Bauvorhaben, ob groß oder klein. Ökologen untersuchen die Umgebung und geben Ratschläge. Wenn keine besonderen Merkmale vorliegen oder angemessene Maßnahmen getroffen wurden, wird eine Freistellung gewährt. De Jongs Rat wurde in die Ausnahmegenehmigung aufgenommen, die der Gemeinde von der Umweltbehörde der Provinz Nordholland-Nord für die Arbeiten erteilt wurde.

Gesetz zum Schutz der Natur

Geschützte Pflanzenarten wurden nicht gefunden, so De Jong. Die Wühlmaus steht auf der Liste des Ministeriums für LNV. Dies ist eine Übersicht über Tierarten, die in den Niederlanden verschwunden sind oder zu verschwinden drohen. Die Wühlmaus ist in den Niederlanden vom Aussterben bedroht, kommt aber auf Texel noch relativ häufig vor. Doch auch hier ist die Art unter Druck, sagt De Jong. Eingeschleppte Arten wie die Wühlmaus und die Erdmaus verdrängen die Wühlmaus aus den trockeneren Gebieten.

Überwachungspflicht

Bei der Sanierung des Postwegs hat die Gemeinde eine Überwachungspflicht. Das bedeutet, dass sie ein Jahr nach Abschluss der Arbeiten untersuchen muss, ob sich die Wühlmäuse noch an den Fundorten oder in einer für sie eingerichteten Ausgleichsfläche in dem Gebiet aufhalten.

Auch der Umbau des Nieuwlanderwegs, der im vergangenen Frühjahr abgeschlossen wurde, war mit dieser Verpflichtung verbunden. In diesem Frühjahr führte De Jong dort im Auftrag der Gemeinde ein Monitoring durch. Auf dieser Strecke musste die Grabenböschung an zwei Stellen ausgehoben und verschoben werden, um einen weiteren Platz für die Mäuse zu schaffen. Auf Anraten des Ökologen wurde auf einem freien Grundstück in der Nähe der Kreuzung Pijpersdijk/De Staart ein Tümpel mit Grünland und einem erhöhten Bereich angelegt, damit die Wühlmäuse trocken überwintern können. Die Überwachung ergab ein gutes Ergebnis: Es wimmelt von Wühlmäusen! De Jong zufolge ist dieses Ergebnis bemerkenswert. Wir wissen, dass Wühlmäuse Feuchtigkeit mögen, aber bisher waren sie in dem Gebiet, in dem sich der neue Teich befindet, nicht anzutreffen. Südlich des Pijpersdijk und nördlich des Oude Dijkje schon, aber nicht hier".

Das Monitoring für den letzten Abschnitt der Poststraße wird im Frühjahr 2024 stattfinden.

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